Nord Norwegen, Loppa Havefiske im Mai 2017

 

Alle Jahre wieder reisen wir in den Norden, in den hohen Norden. Dieses Jahr, Ende Mai ging es in die Region Alta, genauer gesagt in die Kommune Loppa in das Örtchen Nuvsvag. Unsere Reisen buchen wir in vollem Umfang über das Angelreise-Unternehmen Din Tour. Wiedermals war alles bestens organisiert. Die Flüge, der Transfer ja selbst die Gepäckstücke war bei unsere Ankunft vollzählig. Unser Vermieter erwartet uns bereits mit einem großen Bus mit Anhänger. Das einzige was uns gleich um die Ohren flog war der frische Neuschnee. „Na super“ In Berlin bei knapp 30°C gestartet und wenige Stunden später hatte uns der Winter wieder eingeholt. Und wir waren auch noch nicht ganz am Ziel. Nach einer guten Stunde Fahrt entlang der verschneiten Fjordstraßen kamen wir an der Oksfjord. Wohl gemerkt nachts gegen 02.00 Uhr. Um diese Zeit fährt aber keine Fähre mehr. Es ist zwar Taghell um diese Uhrzeit im hohen Norden aber auch ein Norwegischer Fährmann muss wohl mal schlafen 😉 Aber unser Gastgeber hatte vorgesorgt, es müssen wohl gute Freunde oder Verwandte gewesen sein „Uhrplötzlich tauchte ein Schnellboot aus dem Schneefall auf“. Wir verluden unsere tausend Taschen an Deck und suchten Unterschlupf in einer beheizten Kajüte. Auf der anderen Seite des Oksfjords stand bereits der nächste Bus und kurze Zeit später waren wir auch schon abseits jeglicher Zivilisation im kleinen Örtchen Nuvsvag angekommen. Frühling im hohen NordenSelbst jetzt fand die Servicebereitschaft unseres Vermieters keine Grenzen, der kleine Dorfladen wurde nochmals aufgeschlossen (Nachts um Drei) und selbst unsere Boot wurden uns noch übergeben. Na das läuft ja…Bei einem kleine Willkommensbierchen kramten wir nun unsere Taschen aus. Überall waren Ruten, Rollen und Gummifische verteilt. Wir waren nicht zu bremsen. Gegen vier Uhr in der Früh starteten wir gleich zu unserer ersten Erkundungstour vor der Haustür. Ja, zugegeben wir waren schon ganz schön Ko, aber die Helligkeit und die Gier nach Salzwasser ließen uns eh nicht zur Ruhe kommen.  Nach gut 4 Stunden war aber der erste Durst gestillt, die ersten Dorsche und Steinbeisser gefangen und wir waren völlig geflasht von der ersten Eindrücken. Die Vielzahl an anglerischen Möglichkeiten die das Revier zu bieten hat sollte uns nun die nächsten 10 Tage und Nächte beschäftigen. Die hohe Frequenz an Steinbeissern erschien schon etwas nervig, besonders da wir ausschließlich auf Gummifische als Köder setzten. Diese waren natürlich für unseren Liebling bestimmt, den Heilbutt. Leider blieben uns hier die guten Fänge verwehrt. Wir konnten zwar einige Butt´s fangen aber dies waren meist kleine Fische unter der Metermarke. Ein Butt in der Größenordnung 1,35m stellte hierbei schon unser Highlite dar. Allroundfisch fingen wir ausreichend, bis hin zu schönen Plattfischen, direkt am Steg war alles dabei. „Und täglich grüßt das Murmeltier“  Die Tage waren lang, die Nächte hell, wir verbrachten eine gute Zeit. Bis zum Zeitpunkt unserer Abreise kam auch langsam der Frühling im hohen Norden an. Aber genug der Worte, lassen wir noch ein paar bewegte Bilder sprechen: Video Loppa Havefiske 2017