Meerforelle, der Fisch der „gefühlten“ tausend Würfe

Der Sinn des Strebens...eine große MeerforelleDem Mythos dieser Fischerei bin ich seit vielen Jahren verfallen. In meinen Anfängen vor 20 Jahren, galt es einzig und allein die Gier nach diesem Fisch zu befriedigen. Damals waren wir noch fast allein an den Stränden Rügens unterwegs. Leider hatte ich damals noch nicht den Blick für den eigentlichen Reiz dieser Fischerei. Dieser liegt nämlich eher in der intensiven Wahrnehmung des Ökosystems Küste… als nur Biss, Drill und Landung dieses majestätischen Fisches.

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Heut zu Tage ist das anderes. In den vergangenen Jahren verbringe ich einige Tage oder auch Wochen mit mir, den Wellen und den Fischen im Einklang….Ha, ha das hört sich aber philosophisch an ;-)… Aber es stimmt. Ich fische immer auf „meinem“ Stein ob bei Ententeich oder Sturm. So kann ich meine Sinne schärfen und kann von jeglichem Alltagsstress abschalten. Ich weiß jetzt ganz genau welche Flugbahn der Seeadler immer nimmt, selbst das Damwild im Wald hinter mir hat sich an meine Anwesenheit gewöhnt und meine Fische konnte ich fast auf eine halbe Stunde genau vorher sehen. Ja ich gebe es zu, man spricht schon mal mit sich selbst… aber bitte lass mir diese Freiheit nie wieder abhandenkommen.